9 Anzeichen dafür, dass Du belogen und manipuliert wirst

2016-04-23 17.21.32

Woran erkennen wir, dass andere Menschen uns belügen oder benutzen?

9 Zeichen dafür, dass wir nicht so behandelt werden, wie wir es verdienen

 

Es gibt Menschen, die handeln aus einem bestimmten Beweggrund heraus und benutzen Gefühle anderer, um etwas zu erhalten. Wir alle kennen das im Grunde genommen auch. Wir wissen, dass wir, wenn wir besonders lieb um etwas bitten, keine Absage bekommen werden oder dass derjenige, von dem wir etwas haben möchten, genau auf etwas Bestimmtes anspricht. Das ist ja nichts Schlechtes, denn niemand kommt dabei zu Schaden.

Doch es gibt Menschen, deren Ziel darin besteht, andere Menschen zu manipulieren. Sie befreunden sich mit uns, sie nehmen an unserem Leben Anteil, wir scheinen ihnen wichtig zu sein. Doch dann passiert irgendwann etwas, das dazu führt, dass wir erkennen müssen, dass es niemals um uns selbst ging, sondern nur darum, ein bestimmtes Bedürfnis für diese Menschen zu erfüllen.

Woran erkennen wir solche Menschen, die unsere Gutmütigkeit, Offenheit und Freundlichkeit nur ausnutzen, uns belügen und betrügen und uns manipulieren?

  1. Du fühlst, dass irgendetwas nicht stimmt, kannst aber nicht sagen, was es ist. Deine innere Stimme sagt, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber Dein Freund oder Deine Freundin versucht, das als Hirngespinst abzutun und Dich lächerlich zu machen.
  2. Du verteidigst Deinen Freund oder Deine Freundin vor anderen. Deine Familie und Freunde äußern kritische Bemerkungen, aber Du willst sie nicht hören und findest, dass das nur Vorurteile sind. Bedenke jedoch, dass Deine Familie und Deine Freunde nur das Beste für Dich wollen und vielleicht wirklich einen klareren Blick auf das haben, was Du gerade nicht siehst.
  3. Wenn Du ehrlich bist, gibst Du immer mehr als Du in dieser Beziehung erhältst. Aber Du findest stets eine Entschuldigung für das Verhalten Deines Freundes oder Deiner Freundin. Du hältst an dem Glauben fest, dass sich alles zum Besseren wenden wird, wenn erst…(hier kannst Du alles einsetzen, was Du zu ihrer oder seiner Verteidigung immer vorbringst).
  4. Seltsames Verhalten oder abgesagte Verabredungen, Notlügen und häufiges Ablehnen Deiner Vorschläge deutet ebenfalls darauf hin, dass Du es mit einem Menschen zu tun hast, dem Du nicht wichtig bist.
  5. Du wirst häufig um einen Gefallen gebeten oder nur dann angerufen, wenn Du gebraucht wirst. Das zeugt davon, dass Du nur dann von Nutzen bist, wenn Du für die andere Person etwas tust. Du wirst nicht um Deiner selbst willen gemocht und akzeptiert.
  6. Wenn Du einmal Hilfe benötigst, fragt diese Person niemals nach, ob sie auch einmal etwas für Dich tun kann, sondern findet Ausreden, warum sie gerade jetzt keine Zeit hat.
  7. Wenn jemand „zu nett“ zu Dir ist, Dir häufig kleine Geschenke oder viele Komplimente macht, zeugt das entweder von einem schlechten Gewissen oder davon, dass Dein Freund oder Deine Freundin damit etwas ganz Bestimmtes bezweckt und Du manipuliert wirst.
  8. Du fühlst Dich oft allein, obwohl Du Deinen Freund oder Deine Freundin um Dich hast.
  9. Am Verhalten, das Dein Freund oder Deine Freundin Dir gegenüber in der Öffentlichkeit zeigt, zum Beispiel bei Festen oder bei Anlässen, bei denen viele Bekannte anwesend sind, erkennst Du sehr genau den Status, den Du hast.

Du solltest zwar aus der Vergangenheit lernen und falls Du schon einmal mit solchen Menschen zu tun hattest, auf Distanz zu ihnen gehen. Aber Du solltest deshalb nicht den Glauben in das Gute im Menschen verlieren. Du kannst Dir gewiss sein, dass jeder Mensch, der es ehrlich und gut mit Dir meint, auch dann noch zu Dir steht, wenn alles sich gegen Dich zu wenden scheint.

Alles Liebe,

Deine Ashanar

 

Wie viel Macht haben andere Menschen über uns?

2016-04-10 10.04.22

Ihr Lieben,

wenn Euer Partner, Eure Kinder, Euer Chef, Eure Nachbarn etwas zu Euch oder über Euch sagen, beeinflusst das Euer Denken und Fühlen und damit auch Euer Handeln mehr als Ihr vielleicht glaubt.

Wir sind zwar der Meinung, dass wir selbständige und unabhängige Menschen sind, doch können wir uns der Einflussnahme anderer gar nicht entziehen. Besonders, wenn es sich um negative Einflüsse handelt, wie zum Beispiel Zweifel, Ängste, Sorgen oder Ausgeschlossen sein. Wir tun alles, um akzeptiert, geliebt und angenommen zu sein. Zeigt uns ein Mensch, dessen Meinung uns wichtig ist, dass er mit etwas, was wir vorhaben oder was wir tun, nicht einverstanden ist, so nimmt er damit unwillkürlich Einfluss auf uns.

Wir mögen zwar deshalb unser Handeln nicht verändern, denken aber über den Einwand unseres Gegenübers nach. Dann ist es möglich, dass wir selbst Zweifel bekommen, dass unser zuvor zielgerichtetes Handeln ins Stocken gerät. Vielleicht werden wir unkonzentriert, weil die Worte noch in unserem Kopf nachhallen. Oder wir verstricken uns in eine Argumentation und wollen dem Anderen beweisen, dass er Unrecht hat. Auch das stört unsere Energie und verhindert, dass wir ganz und gar mit vollem Herzen bei dem sind, was wir tun.

Oftmals kann es nur eine kleine, unbedachte Bemerkung sein, die etwas in uns auslöst, was uns entweder Antrieb gibt, zum Beispiel, wenn wir für etwas gelobt werden oder was uns bremst, wenn es sich um eine abfällige Bemerkung über unsere Person handelt.

Worte können mitten ins Herz treffen und unsere Energie stärken oder schwächen. Wir können uns dem nicht entziehen. Das liegt daran, dass wir Menschen sind und schon von Anbeginn in Gemeinschaften leben. Es war überlebenswichtig, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. War man davon ausgeschlossen, hatte man nur wenig Chancen, allein durch zu kommen. Diese Angst, nicht dazu zu gehören, sitzt tief in unseren Zellen und macht uns manipulierbar. Wenn wir keine Angst hätten, von anderen kritisiert zu werden (und damit unseren Platz in der Gemeinschaft zu verlieren), dann würden wir viel freier handeln. Es wäre uns egal, was andere meinen und denken.

In uns geschieht unbewusst eine Kettenreaktion. Wir werden kritisiert und werden bei dem, was wir tun, unterbrochen. Unsere Aufmerksamkeit geht zu dem, was wir gesagt bekommen und wir wägen die Argumente ab. Die Kritik hinterlässt uns mit gedämpfter Energie, selbst wenn wir beschließen, weiter das zu tun, was wir vorhatten. Erhalten wir mehrere negative Meinungsäußerungen von anderen Menschen zu derselben Sache, kann dies unser Handeln zum Stillstand bringen. Selbst wenn wir weiter machen, behalten wir den Kritikpunkt im Hinterkopf. Tritt zu einem späteren Zeitpunkt nochmals ein Mensch an uns heran und missbilligt unser Tun, suggeriert uns unser Unterbewusstsein, dass wir alarmiert sein müssen, weil die Chance, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, damit wächst.

Die Geschichte hat es gezeigt, dass die Menschen, die unbeirrt ihren Weg weiter gegangen sind, am Ende auch ihr Ziel erreicht haben. Indem wir Kritik als das sehen was sie ist: die Angst des anderen, können wir ihr anders begegnen. Der andere Mensch steckt ja nicht in unserer Haut, er hat nicht unsere Erfahrungen gemacht, sondern sieht unser Handeln aus seiner Perspektive, quasi durch seinen eigenen Filter. Wenn er besonders besorgt oder ängstlich ist, muss er unser Verhalten kritisieren, weil er sich sonst seinen eigenen Ängsten stellen müsste.

Indem wir uns bewusst sind, wie sehr andere Menschen Einfluss auf uns nehmen, können wir entscheiden, wie viel davon wir wirklich annehmen möchten. Indem wir die Kritik zurück weisen und uns auch emotional distanzieren, nehmen wir die negative Energie nicht an, sondern lassen sie bei dem, der sie aussendet.

Je mehr wir entscheiden, unseren eigenen Weg zu verfolgen, unabhängig davon, was andere glauben und meinen, desto mehr stärken wir uns selbst und geben uns selbst den Rückhalt, den wir brauchen, um ans Ziel zu gelangen.

Eure Ashanar

 

Das Leben ist zum Kotzen!

2015-12-27 15.06.20

Ihr Lieben,

innerlich bin ich gerade richtig aufgebracht, um nicht zu sagen, zornig. Am liebsten möchte ich mit den Füssen stampfen wie ein wütendes, kleines Kind, Türen zuknallen und herumbrüllen. Ich finde das Leben zum Kotzen! Jawohl!

Wir Menschen werde auf diese Erde geschubst, total unbewusst, ohne jede Vorahnung, was uns hier wirklich erwartet. Bleiben wir mal bei den Tatsachen. Was wir wissen, ist, dass wir geboren werden, dass wir eine Mutter und einen Vater haben und dass wir sterben werden. So. Das war es, was wir wissen.

Alles andere, dieser ganze lange Zeitraum zwischen diesen beiden Ereignissen, das wird also unser Leben sein. Was sollen wir machen? Erst einmal tun wir das, was uns beigebracht wird, wir schauen es von den Erwachsenen ab und später, wenn wir eigenständig denken können und glauben, eine eigene Meinung zu haben, treffen wir selbst Entscheidungen, die den Rest unseres Lebens bestimmen.

Bis wir eines Tages auf die Frage nach dem WARUM stossen.

Warum eigentlich? Warum leben wir? Warum so und nicht anders? Warum hier und warum mit dem, was wir haben und sind?

WARUM?

Was hat Gott sich nur dabei gedacht, oder Allah oder Jehova oder wie auch immer diese Quelle unserer Existenz heißen mag (oder auch das Nichts, aus dem wir plötzlich einfach so erschienen sind)?

Warum gibt es keine Anleitung, für dieses, unser Leben?

Alles müssen wir mühsam selbst herausfinden, müssen uns Gedanken darüber machen, was wir hier tun und wie wir denken, fühlen und reden sollen.

Oder wir tun das nicht, sondern laufen wie die Lemminge hinter anderen her, von denen wir glauben, sie wären schlauer als wir.

Bleiben wir einmal wieder bei den Fakten. Fakt ist, dass wir leben. Fakt ist, dass wir, um zu leben, essen, trinken und schlafen müssen. Damit wären wir bei den Grundbedürfnissen. Weitere wie Schutz, Kleidung, Sicherheit kommen hinzu.

Hier endet bei den meisten Menschen schon das Denken. Alles, was sie denken, ist darauf ausgerichtet. Und wenn möglich, bitte noch ein wenig Luxus, eine kleine jährliche Urlaubsreise, vielleicht auch zwei, Geld genug, um sich die neusten Handys oder Fernseher leisten zu können, um ein schickes Auto zu fahren und in einem Eigenheim zu wohnen.

Was will man denn auch mehr? Sind wir nicht hier, um unser Leben so angenehm wie möglich zu gestalten? Ist das nicht der Grund, weshalb wir leben? Um für unseren Lebensunterhalt zu arbeiten?

Ach ja, ein bisschen Spaß wäre vielleicht auch nicht schlecht, nette Freunde, eine hübsche kleine Familie mit lieben Kindern, einem Hund oder wahlweise einer Katze. Wir legen uns ein Hobby zu, in dem wir das ausleben, was wir im Beruf ja nicht können. Wenn es ganz gut klappt, wird vielleicht sogar das, was uns am meisten Spaß macht zu unserem Beruf. So, soweit so gut. Wir hätten es schlechter treffen können – all die Obdachlosen, all die hungernden Menschen in der Welt, all diejenigen, die ausgebeutet werden. Da geht es uns doch gut. Das muss doch reichen für ein glückliches, zufriedenes Leben.

Oder nicht?

Wir tun das so, weil es alle so machen, ist es nicht so? Wir gehen arbeiten, gehen nach Hause, gehen in Urlaub, gehen in Rente. Gehen ins Grab oder in die Urne, ganz nach Vorliebe.

Puh, ich weiß, ich klinge weder sehr spirituell noch sehr nett. Aber heute bin ich wütend. Wütend auf dieses Unwissen, wütend darauf, dass es keine Anleitung für ein gelungenes Leben gibt. Wütend, dass trotz aller Anstrengung, die wir alle auf uns nehmen, noch immer diese Leere ist. Diese eine Frage, nach dem Warum!

Sicher, es gibt Versuche, das alles zu erklären, ob nun in Religion oder Esoterik. Doch auch das sind nur Ansätze. Die Wahrheit kennen wir einfach nicht. Bis jetzt. Wir können nur raten, nur rätseln.

Und bis wir, falls das jemals der Fall sein sollte, wissen, was wirklich der Grund für unsere Existenz ist, müssen wir einen Weg finden, wie wir uns in diesem Leben die Antwort auf die existentiellen Fragen selbst geben:

WAS IST DER SINN MEINES LEBENS?

WER BIN ICH?

WARUM BIN ICH HIER?

Ich kann nur für mich sprechen. Ich will mich nicht begnügen. Ich möchte mehr wissen, mehr verstehen. Ich möchte wirklich begreifen, was mein eigener Sinn ist. Tochter, Mutter, Ehefrau, Beamtin, Malerin, all das sind nur Rollen, aber das bin nicht ich selbst. Was ist es denn, was mich ausmacht? Bin ich überhaupt wichtig bei Milliarden von Menschen, die die Welt bevölkern?

Wenn ich Bilder der Größenverhältnisse der uns bekannten Planeten ansehe, fühle ich mich wirklich klein und unwichtig.

Warum also bin ich?

Ich bin nicht hier, um Besitztümer anzuhäufen, die zwar angenehm sind, aber die meinen Geist vernebeln, die mich davon abbringen, darüber nachzudenken, was mein Leben wirklich ist.

Leben heißt ja nicht, zu essen, zu schlafen, zu arbeiten. Leben ist mehr. Leben ist auch mehr, als die verschiedenen Rollen zu spielen, mit denen wir uns über lange Zeit identifizieren.

Ich glaube, jeder Mensch kommt irgendwann in seinem Leben an den Punkt, wo er nach dem Sinn sucht, ja, suchen MUSS.

Was von alledem, was uns umgibt, was wir angehäuft haben, gehört uns wirklich? Ist es nicht vielmehr anders herum, dass die Dinge UNS besitzen?

Ich glaube auch nicht, dass die Selbstverwirklichung eine Antwort auf diese Fragen geben kann. Natürlich bringt sie uns ein Stück uns selbst näher. Wenn wir mit dem Leben, das wir führen, uns selbst ganz und gar einbringen, dann fühlen wir uns lebendig, schöpferisch, so, als würden wir einen Unterschied machen.

Doch auch das sind wir nicht. Es ist nur etwas, was wir tun.

Schon als Kind stellen wir tausende Fragen, die die Erwachsenen nicht beantworten können. Irgendwann hören wir auf, weiter zu fragen. Irgendwann glauben wir, alles zu wissen, was wir wissen müssen.

Aber das stimmt nicht.

Ich frage wieder und ich muss Antworten finden.

WIR TUN, WAS WIR TUN, WEIL WIR ES TUN.

Was wäre wenn ich nichts mehr tun würde? Hätte mein Leben dann auch einen Sinn? Was ist mit Menschen mit Behinderung, die gar nichts tun können? Hat ihr Leben einen Sinn?

Begreifen wir eigentlich, was hier vor sich geht? Verstehen wir überhaupt die Welt, uns selbst oder unsere Mitgeschöpfe? Verstehen wir, dass wir mit allen und allem, was ist, verbunden sind?

Wir sind nicht allein, wir sind umgeben von Milliarden von Partikeln, selbst in uns existieren Universen von Zellen, die perfekt zusammen arbeiten. Nur wir, vielmehr unser beschränkter Geist durchschaut nichts davon.

Die Zeit vergeht so oder so. Ob ich nun einfach vor mich hinlebe, den Alltag abarbeite, mich anstrenge, gut und besser zu werden. Oder ob ich nach innen gehe, meditieren, Mantren singe oder barfuß laufe, ob ich aus dem Hamsterrad aussteige, nur um wieder in ein anderes einzusteigen, ob ich liebe oder hasse – die Zeit vergeht.

Meine Lebenszeit, von der ich jetzt eine Stunde für diesen Text geopfert habe, zerrinnt.

Was mache ich also mit diesem, meinem Leben? Welchen Sinn gebe ich ihm? Macht es Sinn, ihm einen Sinn zu geben? Oder genügt das Modell Arbeit-Haus-Familie? Sollte ich damit einfach zufrieden sein?

Ich frage mich manchmal, was die Reichen und Mächtigen dieser Welt wohl als Antwort auf diese Fragen finden. Sie können nichts mitnehmen, weder ihre Macht, noch ihren Reichtum. Vielleicht klammern sich die meisten Menschen deshalb so an das Leben, weil der Tod so eine unsichere Sache ist. Wir wissen einfach nicht mit Gewissheit, was uns erwartet.

Aber bevor ich sterbe, möchte ich WIRKLICH gelebt haben, ich möchte das Leben mit allen meinen Sinnen auskosten, ich möchte es fühlen, erleben, schmecken, riechen, in mich aufsaugen.

Vor einigen Minuten kam mir die Frage in den Sinn, wann ich mich das letzte Mal so richtig lebendig gefühlt habe?

Ich musste erst einige Zeit nachdenken, dann fielen mir so einige Momente ein. Beim Cabriofahren. Bei meinem letzten Sprung ins kalte Wasser. Als ich jung war und mir alles offen stand. Als noch alle Chancen, alle Wege unbetreten vor mir lagen.

Nur weil ich bis hierher gegangen bin, muss ich diesen Weg so nicht weitergehen.

Wenn ich male, fühle ich mich lebendig. Wenn ich einen neuen Duft eines Öles kennenlerne, fühle ich mich lebendig. Wenn ich draußen bin, fühle ich mich lebendig.

Der Verstand, versucht meinen Zorn zu dämpfen und redet mir gut zu. Das Leben ist nun mal so. Alle müssen arbeiten, um zu leben. Man kann hier nicht einfach machen, was man will. Das Leben ist kein Ponyhof.

Warum eigentlich nicht? Warum kann es nicht einfach lustig, abenteuerlich, faszinierend, immer wieder neu, aufregend, turbulent und rasend interessant sein? Warum müssen wir stattdessen Dinge tun, die wir verabscheuen. Einkaufen, sich mit anderen um Parkplätze streiten, Abwaschen, Staubsaugen, Müll rausbringen, Aufräumen, Rechnungen bezahlen.

Ich frage mich, ob jemand, der seine Berufung lebt, auch mit der Zeit davon gelangweilt ist. Ist es nicht nur ein anderes Hamsterrad, in dem man dann gefangen ist?

Manche Menschen machen eine Weltreise, nehmen ein Sabbatjahr, suchen den Kick beim Basejumping oder beim Minigolf – und alle sind sie doch auf der Suche nach dem Sinn in ihrem Leben.

Welche Antworten hast Du gefunden? Oder hast Du noch nicht danach gesucht?

Verantwortung für sich selbst tragen

Hamied

Ihr Lieben,

es ist mitten in der Nacht und draußen stürmt es. Es stürmt auch in unseren Beziehungen, es rüttelt und reisst überall, wo kein solides Fundament angelegt wurde, um Stabilität auch in Krisen zu gewährleisten. Es zeigt sich im Großen wie im Kleinen, im Innen wie im Außen.

Mehr denn je sind wir jetzt gefordert, ganz bewusst zu sein mit unserem Denken und Fühlen. Es ist eine Zeit, in der Unbewusstes an die Oberfläche steigt, in der das, was verdrängt wurde, nicht mehr ungesehen und ungefühlt bleiben kann.

Wir sind alle aufeinander angewiesen und voneinander abhängig. Niemand kann ohne andere Menschen existieren. Und doch bereiten gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen oft Schwierigkeiten und Probleme. Es gibt unterschiedliche Meinungen, es gibt Unvereinbarkeiten, es gibt Starrköpfigkeit und Beharren auf die eigene Wahrheit. Und Unverständnis für den anderen und seine Situation. Darauf folgen Aktion und Reaktion. So geraten einstmals liebevolle Beziehungen in große Schwierigkeiten und es scheint keinen Weg zurück mehr zu geben.

Die vielgepriesene Vergebung und das Loslassen ist kaum möglich, da der Schmerz zu tief sitzt. Wir selbst fühlen uns völlig mißverstanden, wollten doch immer nur das Beste. Und doch kam als Ergebnis genau das Gegenteil heraus.

Nun, Ihr Lieben, ich kann Euch einen Schlüssel aufzeigen, der hilft, mit diesen ausweglosen Situation anders umzugehen.

Ihr glaubt, der andere müsste sich anders verhalten, er müsste doch eigentlich verstehen, er müsste wissen, was das Richtige ist. Doch er tut es nicht?

Ihr könnt darauf warten, dass der andere sich ändert. Das wird er nicht tun. Er wird genauso auf seinem Standpunkt beharren wie Ihr, mit dem gleichen Recht.

Wie kommt Ihr also aus dieser Sackgasse wieder heraus?

Indem Ihr die volle Verantwortung übernehmt!

Indem Ihr bejaht, dass Ihr Euren Teil zu dem beigetragen habt, was nun ist. Indem Ihr anerkennt, dass Ihr Schuld habt. Oh ja, nehmt ruhig dieses schwere Wort, anerkennt Eure eigene Schuld! Denn – anstatt dem anderen die Schuld zuzuschieben, müsst Ihr sie selbst tragen. Es ist Eure. Sie gehört Euch. Also nehmt sie zurück, weg vom anderen, wieder zu Euch. Statt mit dem Finger auf die Fehler des anderen zu zeigen, schaut Euch an, worin Euer Fehler lag. Was habt Ihr gesagt oder getan, um es so weit kommen zu lassen?

Ja, ich bin Schuld.

Das tut erst einmal weh. Aber im nächsten Schritt befreit es Euch. Es befreit Euch davon, die absolute Wahrheit zu kennen – auch die des anderen. Es befreit Euch davon, Recht haben zu müssen. Wer Schuld ist, hat nicht recht. Und es führt dazu, dass Ihr WIRKLICH die Verantwortung übernehmt.

In dem Moment, in dem Ihr das eingesteht, verändert sich Euer Blickwinkel. Zwar wird Euer Verstand sofort in die Abwehrposition treten und einwerfen: “ Ja, aber der andere hat dies oder jendes getan oder gesagt. Ihn trifft mehr Schuld als mich. Hätter er….dann wäre das gar nicht passiert.“

Wenn Ihr aber dabei bleibt, die Schuld auf Euch zu nehmen – natürlich nur Eure eigene, nicht die des anderen, setzt sich das Gesetz von Ursache und Wirkung um.

„Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Fühlen, Denken und Handeln“.

Dieser Satz befreit Euch, in dem er den anderen aus der Pflicht entlässt, die verfahrene Situation wieder bereinigen zu müssen. Er ist es nicht mehr allein, der an dem Punkt steht, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Indem Du Verantwortung trägst, kannst Du Deine Fehler erkennen, kannst sie einsehen und auch dem anderen gegenüber äußern. Ja, ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe Dir weh getan, ich habe Dich nicht verstanden, ich habe nichts dazu getan, um die Situation zu verändern.

Auch nichts zu tun kann ein Fehler sein.

Gestehen wir uns und anderen ein, dass sie Fehler machen. Niemand geht durch sein Leben, ohne auch nur einen einzigen Fehler zu machen.

Jeder Mensch handelt immer in der Situation, in der er sich gerade befindet aus der Gesamtheit seiner Erfahrungen, seines Charakters und seines Entwicklungsstandes heraus. Er tut in dem Moment sein Bestes, zu dem er fähig ist.

Indem wir einander also erlauben, nicht die volle Wahrheit zu kennen, trotzdem aber verantwortlich für uns selbst zu sein, öffnen wir einen neuen Weg der Befreiung aus scheinbar unlösbaren Situationen.

Dann erst ist Loslassen und Vergebung möglich. Dann erst, mit diesem Verständnis und dieser Erkenntnis sind wir in der Lage, uns selbst zu verändern.

Nicht der andere muss das, sondern wir. Wir sind derjenige, der glaubt, für den anderen zu wissen, was richtig und was falsch ist. Doch das tun wir nicht.

Gleiches gilt, wenn wir Menschen helfen. Wir tun dies, weil wir sie lieben, aber auch, weil es ein gutes Gefühl ist. Wir können aber nur helfen, wenn ein anderer Mensch bereit ist für diese Hilfe.

Doch auch dort gilt der Grundsatz der eigenen Verantwortung!

Derjenige, der Hilfe annimmt, folgt Ratschlägen oder nimmt bestimmte Veränderungen vor, aufgrund derer sich dann seine Situation verbessern soll. Die Entscheidung, diese Hilfe anzunehmen und ihr zu folgen liegt aber immer bei demjenigen, der um Rat gefragt hat, nicht bei demjenigen, der ihn gegeben hat.

Verantwortlich ist immer derjenige, der Hilfe annimmt.

Ich finde, es ist ein sehr großes und wichtiges Thema, das auf alle Lebensbereiche zutrifft. Wir selbst tragen Verantwortung dafür, wie unser Leben verläuft. Wir haben uns dafür entschieden, ganz bewusst. Wir haben unseren Teil dazu beigetragen. Wenn wir so wollen, sind wir selbst Schuld an unserer Lage, ob nun positiv oder negativ. Wenn jemand gut da steht, sprechen wir aber nicht von Schuld, sondern davon, dass derjenige Glück gehabt hat – und im anderen Fall davon, dass er Pech hat. Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Es ist immer eine Frage der Verantwortung.

Es ist nicht einfach Pech, wenn der Ehemann heimlich eine Affäre beginnt und dann die Frau verlässt. Es ist eine Frage der Schuld. Und zwar beider Schuld. Warum hat sie eine Affäre begonnen? Woran mangelte es ihr in der Beziehung? Warum war die Liebe nicht stark genug, um gegen das Eindringen eines Dritten gefeit zu sein?

Es ist nicht die Schuld eines anderen, wenn man sich bewusst für etwas entschieden hat und sich dann herausstellt, dass das doch nicht richtig war. Es war die eigene Verantwortung.

Verantwortung zu übernehmen macht frei. Es öffnet das Herz für Verständnis für den anderen. Es öffnet für die eigene Veränderung.

Wessen Verantwortung ist es? Die des Patienten, wenn er sich einer riskanten Operation unterzieht, oder die des Arztes, der sie ausführt? Wer hat sich dafür entschieden? Es war der Patient, dem das Risiko bewusst war.

So müssen wir unterscheiden lernen zwischen unserem Teil der Verantwortung für alles, was wir tun und dem Teil der anderen.

Wir können nur das verantwortlich sein, das wir getan haben, aber auch für die Auswirkungen. Wenn uns klar ist, dass alles immer eine Folge hat, dann werden unsere Handlungen anders. Sie werden achtsamer und bedachter.

„…In der Regel wird davon ausgegangen, dass nur eine einzelne Person für ihre Schuld einzustehen hat und ihr die Schuld anderer nicht zurechenbar ist… Schuld ist demnach höchstpersönlich.“

(Wikipedia zum Begriff Schuld)

Wenn ich von Schuld spreche, geht es mir nicht darum, jemanden zu verurteilen, sondern es geht ganz allein darum, den Blick dafür zu öffnen, was aufgrund unseres Tuns entstanden ist.

„Ich übernehme heute ganz bewusst die Verantwortung für alles, was ich in meinem Leben vorfinde. Ich habe mich dafür entschieden. Ich nehme den Teil meiner Schuld auf mich und entlaste den anderen davon. Ich bin bereit, mir diesen Teil anzusehen und anzunehmen. Ich bin für mich verantwortlich in allem, was ich denke, sage und tue und bin mir über die Folgen bewusst.“

Mit dieser Affirmation verändert Ihr Euer Leben, wenn Ihr es wirklich fühlen könnt.

In Liebe,

Eure Ashanar

Bist Du Schöpfer Deiner Realität oder was ist eigentlich Synchronizität?

Path%20Forest%20Trees-ID10250-640x427

Ihr Lieben,

heute widme ich mich einem Thema, das ich äußerst interessant finde und bei dem ich gerne gemeinsam mit Euch ein wenig in die Tiefe gehen möchte.

Laut Wikipedia geht es bei diesem Phänomen um Folgendes:

Es handelt sich bei der Synchronizität um ein inneres Ereignis (eine lebhafte, aufrührende Idee, einen Traum, eine Vision oder Emotion) und ein äußeres, physisches Ereignis, welches eine (körperlich) manifestierte Spiegelung des inneren (seelischen) Zustandes bzw. dessen Entsprechung darstellt.

Kennt Ihr Beispiele aus Eurem Leben, in denen Ihr solche inneren Ereignisse mit äußeren Ereignissen in Verbindung bringen könnt? Handelt es sich bei dem berühmten Beispiel, mit dem jeder, der seine Wünsche manifestieren möchte und sich den täglichen Parkplatz direkt vor dem Büro herbei wünscht  – und diesen dann auch regelmässig findet, auch um eine solche Synchronizität? Oder geht es dabei eher um das Phänomen, das zum Beispiel jede Schwangere kennt, die überall um sich herum nur Frauen mit Babybauch sieht?

Wir filtern ja unsere Wahrnehmung ganz stark, da die vielen Einflüsse, die von außen auf uns einströmen, weder für unsere Augen noch für das Gehirn verarbeitbar wären. Somit setzen wir unbewusst Grenzen dessen, was wir sehen und somit auch verstehen können. Ein konkretes Beispiel: Ich wollte am liebsten noch länger im Urlaub bleiben und war wirklich traurig, dass wir zurückreisen mussten. Genau vor dem Eingang des Flughafens bei der Passkontrolle riss mir ein Windstoss die Rückflugtickets aus der Hand und verstreute sie überall auf der Brücke, über die wir gingen. Im letzten Moment konnte ich die Zettel einsammeln, bevor sie ungefähr 5 Meter über eine Brüstung auf eine Straße geflogen wären. Handelt es sich dabei um einen unbewusst erdachten Grund, der eine Rückreise verhindert oder zumindest zu Komplikationen geführt hätte?

Ich hatte mir vor Beginn der Reise spontan in einem Geschäft noch einen Roman gekauft. Genau der Film zu diesem Roman wurde auf dem Rückflug gezeigt. Zufall?

Während ich das schreibe, liege ich mit Fieber im Bett. Ratet mal, wie hoch mein Fieber ist? Es entspricht genau der Außentemperatur im Urlaubsland. Auch Zufall? Oder interpretiere ich nun mehr hinein, als richtig wäre, ist das alles nur ein Produkt meiner Phantasie?

Ein Freund bat mich darum, ihm doch eine Muschel vom Strand mit zu bringen. Zum Glück bin ich seiner Bitte nicht gefolgt, weil es dazu hätte führen können, dass ich große Probleme bekommen hätte, wie vor einigen Jahren ein Junge, der einen Stein aus der Türkei mitbringen wollte und dieser zu einem langen Gefängnisaufenthalt führte.

Versteht Ihr, was ich damit ausdrücken will? Hier finden Ereignisse statt oder aufgrund bewusster oder unbewusster Entscheidungen nicht statt, die wiederum zu anderen Ereignissen führen, die noch nicht absehbar sind.

Wir erkennen immer nur ein Stück des vor uns Liegenden, der  linearen Zukunft, sind jedoch gleichzeitig an ihrer Bildung beteiligt. Manchmal ist es ganz klar erkennbar, dass aufgrund bestimmter Ereignisse andere folgen werden, bei anderen ist es kniffliger. Es sieht erst einmal so aus, als würde sich dadurch nichts verändern. Doch nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung hat alles, aber auch wirklich und ohne Ausnahme alles immer eine Resonanz, die sich auf irgend eine Weise manifestiert.

Zurück zur Synchronizität. Ich glaube, dass wenn wir auf solche Vorkommnisse achten und ihrer gewahr werden, wir Schlüsse daraus ziehen können, was aufgrund dieser inneren und äußeren Gleichheiten geschehen kann. Wir erfahren immer deutlicher, dass wir bestimmte Ereignisse in unserem Leben buchstäblich kreieren.

Damit wird auch klar, dass wir selbst Schöpfer unserer Realität sind. Darauf, worauf wir unseren Fokus richten oder wie wir unsere Wahrnehmung eingestellt haben, richtet sich auch unsere Energie, unsere Ausstrahlung. Jeder Satz, den Ihr mit den Worten „Immer wenn…., dann….. “ beginnt, habt Ihr Euch mit dieser Energie bereits festgelegt. Ihr glaubt fest daran, dass nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung Ihr immer an die falsche Schlange im Supermarkt ansteht, an der es am längsten dauert, obwohl sie kürzer ist als alle anderen. Oder dass sich immer dann ein Tomatensossenfleck auf das Hemd verirrt, wenn Ihr ausgerechnet ein weißes Hemd anhabt. Bei einem roten wird das nicht passieren.

Ich finde es spannend, damit einmal zu experimentieren. Pam Grout hat dazu das Buch E2 geschrieben, zu dem es inzwischen eine weitere Fortsetzung gibt. Ganz wissenschaftlich geht man selbst der Frage nach, wie die eigenen Gedanken die Realität beeinflussen.

Ich fände es toll, wenn wir uns hier einmal über Erfahrungen austauschen könnten, die jeder meiner Leser so gemacht hat und die sich eingeprägt haben. Welche Schlüsse habt Ihr aus dem gezogen, was Ihr erlebt habt? Welche Ereignisse haben einen bleibenden Eindruck in Eurem Leben hinterlassen? Und wie hat das Euer weiteres Verhalten und Denken beeinflusst?

Eure Ashanar

1 2